Szenische Einrichtung und Moderationen: Stephanie Schimmer
In der Oper wird nicht lange gefackelt: Man verliebt sich in drei Minuten, stirbt in fünf – und dazwischen wird alles besungen, was im echten Leben aus guten Gründen unausgesprochen bleibt.
Diese charmante Opernrevue nimmt Sie mit auf einen musikalischen Höhenflug durch die absurd-schöne Welt des Musiktheaters. Eine Welt, in der Eifersucht grundsätzlich tödlich endet, Briefe nie rechtzeitig ankommen und Menschen erstaunlich lange singen können, während sie gerade sterben.
Mit Charme, Witz und unbändiger Freude an diesen unsterblichen Klangwelten wirft „Sternstunden der Oper“ einen Blick hinter die Kulissen eines Genres, das seit Jahrhunderten davon lebt, dass niemand sich fragt:
Warum stirbt man singend?
Warum versteht niemand einfache Missverständnisse?
Und warum sind ausgerechnet die Unsympathischsten oft die mit der schönsten Musik?
Hier werden sie mit Lust und Liebe zelebriert: die schwungvollen Gassenhauer aus Carmen, Tosca und La traviata ebenso wie die schillernden Klangwelten von Das Land des Lächelns und Die Csárdásfürstin.
Zwischen den musikalischen Höhepunkten entfalten sich Anekdoten aus dem echten Theaterleben – Geschichten von improvisierten Katastrophen, fragilen Eitelkeiten und jenen Momenten, in denen der Vorhang aufgeht und alles gleichzeitig schief und vollkommen richtig läuft.
Es ist eine Hommage an ein Genre, das sich nie zwischen Kitsch und Wahrheit entscheiden musste – weil es beides zugleich sein darf: ein Abend voller Leidenschaft, Selbstironie und jener überlebensgroßen Gefühle, die wir im Alltag so gut verstecken, auf der Bühne aber hemmungslos feiern.
Große Gefühle. Große Stimmen. Große Dramen.
Oder, um es opernhaft zu sagen: Es wird geliebt, gelitten, gestorben – und selbstverständlich weitergesungen.
